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Dienstag, 14. April 2009

Herman the German - Der Hermanns-Lauf als Walkerin

Donnerstag, 8. Januar 2009


Es fängt alles damit an, dass ich die Straßenbahn um eine Haaresbreite verpasst habe...

Ich bin ein schrecklich ungeduldiger Mensch, und das Warten stellt mich immer wieder auf eine harte Probe.

Also beschließe ich, die Zeit zu nutzen und kurz ! in den der Straßenbahnhaltestelle gegenüber liegenden Active Sports Shop zu gehen. Und hier liegt er dann und ruft laut: "Nimm mich mit" - der attraktive Prospekt von Virpi Staar und ihrem Nordic-Walking-Treff.

Und so finde ich mich auch prompt ein am kommenden Nordic-Walking-Treff am Dienstag morgen um 9.30 Uhr. Es ist richtig kalt, ich habe mich ähnlich einem Mars-Männchen eingepackt, bin aber guter Dinge und wild entschlossen, nun, da ich soeben die 50 überschritten habe, mich der Hermann-Herausforderung zu stellen.

Virpi Staar macht diesen Lauf zum 8. Mal und die mit mir Mit-(oder besser: vor mir Her-)wanderer haben auch schon einige Jahre Erfahrung.

Die ganze Sache ist hervorragend organisiert, ausser den regelmäßigen und aufeinander aufbauenden Walking-Treffs bietet Virpi einen Einführungsabend an, bei dem man alle Informationen erhält, die man benötigt. Man bekommt eine Mappe mit wichtigen und nützlichen Tipps und allen Terminen und Treffpunkten. Es ist eine Ärztin aus dem Herzzentrum Bad Oeynhausen da, die darüber spricht, was zu beachten ist bei einem solchen Unterfangen und eine Ernährungsberaterin, damit man weiß, dass Eisbein und ein zünftiges Bier nicht unbedingt die passende Vorbereitung für einen erfolgreichen Lauf schaffen.

Wer mag, kann sich auch einem Herz-Check unterziehen.

Das ist alles schon einmal sehr interessant, ich fühle mich gut aufgehoben und freue mich so motiviert auf die kommenden Wochen.

Montag, 13. April 2009

11. Januar 2009 - Johannisberg - 8 km

Heute geht es los! Ich bin mächtig gespannt, was uns erwartet. Es haben sich zwischen 50 und 60 Leute eingefunden.

Erst einmal heißt es: aufwärmen. Das ist auch nötig, denn es ist irgendwie Winter.

Es gibt 3 unterschiedliche Leistungsgruppen: die Schnellen, die Mittleren und die fast Mittleren. Dazu gehöre ich. Los geht es Richtung Olderdissen und dann immer bergauf, bergab, bergauf, bergab.... durch den Teutoburger Wald.
Ich habe ziemlich schnell die rote Laterne, meine Kondition ist noch nicht da, wo sie hoffentlich zum Hermannslauf sein wird. Mein Puls bewegt sich so um die 180... und die Zweifel an meiner Sportlichkeit werden laut und lauter.

Den Rest des Tages verbringe ich im Liegen....

Aber ich gebe nicht auf. Das wird schon!

Sonntag, 12. April 2009

18. Januar 2009 - Johannisberg

Treffpunkt ist wieder auf dem Johannisberg.

Leider sind alle Wege ziemlich vereist, so dass das Ganze mehr eine Schlitterpartie als ein ordenlicher Walk ist.

Wir entschließen uns, Richtung Olderdissen zu gehen, in der Hoffnung, dass dort vielleicht gestreut ist. Das war allerdings nicht der Fall und ein schwerer Fehler. So verlassen wir also den Weg und stapfen am Rand entlang durch den Schnee.

Soll ja schöne Waden machen...

Samstag, 11. April 2009

24. Januar 2009 - Peter auf'm Berge - 10 km


Heute ein etwas längerer Lauf - aber sehr schön. Start ist auf dem Parkplatz von Peter auf'm Berge. Nach dem üblichen Aufwärmen geht es los Richtung Hermanns-Weg. Das Schöne an diesem Weg ist, dass er sehr gut ausgeschildert ist, so dass man sich auch alleine nicht verläuft. An jeder relevanten Gabelung findet mans das kleine schwarze "H"-Schildchen.

Es geht steil beran über die Schwedenschanze und Richtung Ascheloh und zurück. Meine Kondition ist schon etwas besser, ich bin abends noch in der Lage, ins Kino zu gehen :-)

Donnerstag, 9. April 2009

1. Februar 2009 - Peter auf'm Berge

Start ist heute wieder um 9.30 Uhr bei Peter auf'm Berge.

Meine Kondition ist schon etwas besser geworden, allerdings mit den jahrelang durchtrainierten Walkern kann ich nicht mithalten.

Und somit geselle ich mich zu dem kleineren Grüppchen, dass das Schlusslicht bildet.

Mittwoch, 8. April 2009

08. Februar 2009 - Habichtshöhe

Diesen Walking-Termin kann ich leider nicht wahrnehmen, da ich in Jordanien in der Sonne weile...

Ich marschiere aber auch dort kräftig durch PETRA :-)

Dienstag, 7. April 2009

14. Februar 2009 - Oerlinghausen Naturfreundehaus



Anstatt brav jede Woche für den Hermann zu trainieren, war ich nun erst einmal im Urlaub in Jordanien - was mich natürlich konditionsmäßig wieder etwas nach hinten geworfen hat. Aber Urlaub muss ja auch mal sein...

Wir treffen uns heute in Oerlinghausen auf dem Parkplatz des Naturfreundehauses - im tiefen Schnee!!
Es ist ein herrlicher Tag - die Sonne scheint hell auf den weißen unberührten Schnee, in den Bäumen glitzert der weiße Schee, einfach traumhaft!

Die Wanderung ist zwar etwas beschwerlich in dem Schnee, aber die tolle Winterlandschaft mit dem strahlenden Sonnenschein entschädigt.

Ich habe keinen genauen Plan, wo wir eigentlich sind. Irgendwie kommen wir am Lokal Bienenschmidt vorbei, machen wohl irgendwo eine Schleife, denn nach ca. 2,5 Std. haben wir den Ausgangspunkt wieder erreicht. Ob ich je wieder nach Hause finden würde, wenn mich hier jemand aussetzt... Ich will das lieber nicht vertiefen!


Montag, 6. April 2009

22. Februar 2009 - Oerlinghausen Segelflugplatz bis Sparrenburg - 18 km

Heute ist der "kleine" Probelauf von ca. 3 Stunden.

Los geht es am Rathaus an der Straßenbahnhaltestelle - bwz. für mich am Ostmarkt. Mit ca. 50 Leuten und demzufolge 100 Stöcken wird die Straßenbahn bevölkert - ein tolles Bild. Es geht bis zur Endstation der Linie 3 und von da aus ganz gemütlich weiter mit dem Bus bis Oerlinghausen Südstadt / Segelflugplatz.

Dort machen wir uns gebührend warm und dann geht es hinauf in den Wald bis zum Hermannsweg. Eigentlich soll der Walk 3 Stunden dauern, aber ich brauche eintschieden länger, denn zu allem Unglück hat es auf den verschneiten Boden geregnet und dann gefroren... Es ist also spiegelglatt, was das Wandern ziemlich erschwert. Ich jedenfalls gehe wie auf Eiern und bin doch recht langsam am Ende der Truppe. Aber zum Glück habe ich in Diether Bode einen netten Begleiter, der mir Mut macht, nicht aufzugeben. Er hat ist den Hermannslauf schon viele Male gewalkt und kann mir viel Interessantes erzählen.

Leider kann ich mich gar nicht so richtig auf die Schönheit der Natur konzentrieren, denn ich bin ziemlich damit beschäftigt, nach unten zu schauen, um nicht auszurutschen.

Ich bin fest entschlossen: Noch einmal mache ich bei einem solchen Wetter (bzw. Untergrund) eine solche Tour nicht wieder.

Nun denn - ich habe es geschafft und begebe mich augenblicklich in die heiße Sauna und genieße den Rest des Sonntags!


Sonntag, 5. April 2009

1. März 2009 - Johannisberg, kurz & intensiv


Vorsicht, wenn im Programm steht: kurz & intensiv! Es sollten keine falschen Hoffnungen aufkommen: Die Betonung liegt hier auf "intensiv"!

Virpi bei der Arbeit!

Samstag, 4. April 2009

7. März 2009 - Ich alleine - vom Bieneschmidt nach Hause

Da ich morgen nicht mitwalken kann, es mir aber auch nicht erlauben kann, einfach auf der faulen Haut zu liegen, mache ich mich also heute alleine auf den Patt!


Matthias bringt mich mit dem Auto zum Bienenschmidt.


Von dort aus walke ich los - bei schönstem Wetter, immer den "H"s an den Bäumen folgend. Es ist ein herrlicher Weg. Die Sonne, die durch die Bäume scheint, lässt den Frühling erahnen, obwohl es recht frisch und doch sehr windig ist.
Aber zum Walken genau das richtige Wetter.



Vom Bienenschmidt geht es auf den Tönsberg. Ich habe vorher richtig Panik, ob ich diesen Berg, von dem immer alle, seien es nun Walker oder Jogger, voller Respekt berichten, wohl schaffen werde. Ich marschiere alson fleißig bergauf, und als ich die 1. Kuppe erfolgreich erklomen habe, bin ich auch ganz zuversichtlich, dass ich den weiteren Anstieg sicher schaffen werde. Nur: es kommt gar keine Anstieg mehr....

"Wie geht das denn - ich bin schon oben???" denke ich mir und kann gar nicht verstehen, warum man um diesen Berg einen solchen "Hermann" macht. :-)

Da erklimmen wir in unserer Dienstags-Runde aber anstrengedere Berge...

Landschaftlich ist es sehr sehr reizvoll hier.


Vom Tönsberg geht es wieder hinunter nach Oerlinghausen. Vorbei an der Kirche, kurz durch den Ort. Ich passiere einen Feigen-Baum und wundere mich, dass hier Feigen wachsen. Ich liebe Feigen. Da muss ich noch einmal hin, wenn er Früchte trägt im Sommer.

Danach kommt das Schopke-Tal. Es geht wieder etwas bergauf. Als ich mich gerade umdrehe und ein Photo von dem herrlichen in der Sonne liegenden Oerlinghausen am Berg machen möchte, treffe ich einen Sänger aus unserem Gospelchor, den Michael. Ihn hat das schöne Wetter wohl auch nach draußen gezogen, er ist in Pivitsheide gestartet.

Dann kommt Lämershagen. Ich nehme nicht den Weg über die Straße an den Wohnhäusern vorbei, sondern entscheide mich für die lange Variante auf einen unbeschreiblich schönen, wenn auch recht matschigen Waldweg.


Leider geht das letzte Stück dieses Abschnitts an der A2 vorbei. Das ist nicht so schön.

Wenn man genau hinschaut, sieht man durch die Bäume die Laster und Autos

Troztdem würde ich immer wieder diese Alternative wählen. Ich komme beim Gasthaus Deppe an.

Danach geht es über die Autobahnbrücke, und die gefürchteten Lämershagener Treppen hinauf.


Es folgt ein wieder ein schönes Waldstück hin zum BFBS-Funkturm und dem Eisernen Anton.


So langsam werden meine Beine etwas schwerer. Aber ich habe es ja auch das Meiste geschafft. Es folgt das vorletzte Waldstück.

Blick aus einer Schutzhütte


Über die Osningstraße geht es Richtung Habichtshöhe. Der Wald ist hier irgendwie irre. Man läuft zwischen den riesigen Baumstämmen entlang und sieht eigentlich die Kuppe der Bäume gar nicht.
(wenn man nicht nach oben schaut).

Der Engländer würde sagen: "You can't see the forest for the trees" :-)



Blick in Wald und Flur von der Habichtshöhe aus auf die ehemalige Jugendherberge

Und von der Habichtshöhe ist es ja dann nur noch ein Katzensprung bis Brand's Busch.
Und auf dem Weg gibt es ja viel zu schauen...



Am Otto-Riethmüller-Haus vertreiben sich ein paar Esel die Zeit


Der 52. Breitengrad, zwischen Habichtshöhe und Brand's Busch

Dann bin ich auch schon zu Hause und redlich geschafft!


Freitag, 3. April 2009

14. März 2009 - Peter auf'm Berge - 14 km


Es ist wieder einmal ein strahlender Vor-Frühlingstag. Wir starten um 13.30 Uhr in der schönen Mittagssonne.


Erst heißt es natürlich: Aufwärmen!

Der Weg führt über die Schwedenschanze zum Bergfrieden. Dann geht es an einer Schafweide vorbei. Und nun müssen wir ganz schön krackseln: Es geht aus dem Tal des Bergfriedens steil bergauf zum Hermannsweg und zwar über den Biberweg! Und wie es der Name schon sagt, ist der wahrscheinlich eher für die Biber denn für uns Menschen gedacht...

Auf dem Hermannsweg geht es dann zurück. Unter uns muss irgendwo Ascheloh liegen. Man hat einen herrlichen Ausblick von hier oben hinunter ins Tal.

Dann noch einmal steil bergauf zur Schwedenschanze und irgendwann haben wir dann glück und zufrieden den Parkplatz bei Peter auf'm Berge wieder erreicht.

Donnerstag, 2. April 2009

22. März 2009 - Johannisberg

Heute heißt es wieder: kurz & intensiv.

Nur der Gedanke an das Dampfbad danach hält mich hoch....

Mittwoch, 1. April 2009

29. März 2009 - Großer Probelauf - 27 km

Heute kommt die Stunde der Wahrheit - der große Probelauf vom Hermanns-Denkmal bis zur Habichtshöhe.

Abfahrt ist morgens um 8 Uhr pünktlich an der Habichtshöhe. Wie gut, dass in dieser Nacht auch noch die Uhren umgestellt wurden, also ist es eigentlich erst 7 Uhr :-(

Und: Es schüttet und ist widerlich kalt!

Aber uns schockt ja nichts, und so besteigen wir fröhlich trotz Wetterwidrigkeiten den gecharterten Bus und fahren Richtung Hermanns-Denkmal.

Dort angekommen wird erst einmal gestretcht, und dann geht es los. Es regnet inzwischen richtig.
Zuerst geht es steil bergab, und ich denke mir, solange es bergab geht, sollte ich mich bemühen, möglichst schnell zu sein. Der Berg ruft früh genug, und dann bin ich eh wieder hinten...

Schon wieder ein Fehler! Ich hätte das Ganze in meinem Tempo angehen sollen. Denn so bin ich doch früher schlapp als geplant, die Untersohlen meiner Füße tun mir total weh beim kleinsten Gefälle und auch meine Knie rufen irgendwann: "Ich will nicht mehr".

Kurz vor Oerlinghausen wird das Wetter dann endlich besser, so dass die Klamotten abtrocknen können.

Was ich super-nett finde ist, dass Inge, die zum Betreuer-Team gehört, die ganze Zeit mit mir geht und mich auch trotz inständigen Aufforderns, ruhig schneller zu gehen, da ich ja den Weg kenne, stets an meiner Seite bleibt. Danke Inge!!!

Als wir dann auf das Gasthaus Deppe zugehen, denke ich: Nun reicht es! Für mich ist es bis hierhin genug.

Wir verabschieden uns und mein lieber Mann holt mich mit dem Auto ab. An diesem Tag ist Dampfbad und Sauna angesagt....

Dienstag, 31. März 2009

5. April 2009 - Johannisberg

Heute sollte wieder kurz & intensiv sein - ist es natürlich auch, aber ohne mich. Mein rechtes Knie ist noch nicht ganz wieder hergestellt. Da möchte ich auf die An- und Abstiege lieber verzichten.

Es ist tolles Wetter, und ich kann meinen Mann motivieren, so dass wir gemeinsam von der Habichtshöhe den Wanderweg A2 abwalken mit unseren Stöcken. Ein sehr schöner Weg führt durch die Senne und rein zufällig :-) auch bei der Waterbör vorbei - das ist natürlich ein Wink des Himmels, und so lassen wir es uns erst einmal bei einer Kraftbrühe und einem Champignonschnitzelchen gut gehen!

Der Anstieg von der Waterbör zurück zur Habichtshöhe ist dann zwar heftig, aber tut nach diesem köstlichen Mahl auch gut.

Montag, 30. März 2009

13. April 2009 - Zusatztraining mit Willem

... steht auf dem Programm. Es ist allerdings Ostermontag, und wir sind verwandtschafttechnisch eingebunden.

Daher beschließe ich 2 Tage vorher, am Karfreitag bei wunderschönstem Wetter: Mich ruft der Hermann heute!


Ich will es noch einmal wissen, ob ich diesen Walk schaffen kann, wenn ich in meinem Tempo gehe. Also bringt mein lieber Mann mich morgens um 10 Uhr zum Hermanns-Denkmal. Erst einmal muss man um den Hermann herumlaufen, so sieht man ihn auch einmal von vorne!


Dann die Verabschiedung vom Göttergatten und los geht's!



Problem ist nur, dass die Hermanns-Läufer ja nicht den normalen Hermannsweg gehen, sondern anfangs eine eigene Strecke haben. Ich starte ordnungsgemäß diesen Weg, muss aber wohl ziemlich schnell eine Abzweigung verpasst haben, denn die Läufer um mich herum werden irgendwie weniger, und ich kann mich auch nicht erinnern, schon einmal diesen Weg gegangen zu sein.

Ich marschiere also auf dem echten Hermannsweg, und da überall die kleinen "H"-Schildchen sind, kann ich mich ja auch nicht verlaufen. Der Weg ist traumhaft schön. Kurz vor den Donoper Teichen geht es an einem Bach entlang. Die Sonne scheint durch die Zweige - wow!


Es sind viele Menschen unterwegs, mit Fahrrad, mit Walkingstöcken, ohne Stöcke, dafür mit Wanderkarte, Läufer natürlich, Auflügler mit Kind und Kegel und und und...

Nach den Donoper Teichen stehe ich plötzlich an einer Straße und weiß gar nicht mehr, wo denn nun hin. Einen Hinweis auf den Hermannsweg finde ich nicht. Also für alle, denen es vielleicht einmal genauso geht: Es geht nach rechts, ein Stück an der Straße entlang. Dann beim Forstfrieden muss man diese überqueren, und da geht der Weg dann rechterhand weiter.



Irgendwann komme ich an einem Campingplatz vorbei. Keine Ahnung, wo ich überhaupt bin, frage ich eine Camperin, wie der Ort hier heißt. "Na, Pivitsheide!" sagt sie etwas erstaunt über meine Unkenntnis. "Wo wolln' Sie denn hin?" Ich erkläre, mein Weg führe mich nach Bielefeld. Da ist sie völlig fertig und wünscht mir guten Weg und viel Spaß noch...

Pivitsheide.... Vor meinem Hermannstraining wusste ich gar nicht, dass es das gibt!


Dieses Mal geht es konditionsmäßig sehr viel besser. Ich mache auch ein- zweimal kurze Päuschen und lege hier am Löns-Denkmal eine kleine Mittagspause ein.

Der Blick in den sonnendurchfluteten Wald ist einfach fantastisch!


Es ist ein richtig warmer Tag, und die Sonne brennt schon ganz schön. Zu dumm, dass ich nicht an ein Cappy gedacht habe.

Diese Gedenkstätte wurde 1930 als "Ehrenmal" für die von 1914-18 gefallenen Soldaten des Königs-Infanterie-Regiments 145 erbaut. Dieser Ort soll heute eine Mahnung zum Frieden und zur Versöhnung sein

In der Jugendherberge in Oerlinghausen fülle ich meine Wasserflasche auf. Unsicher, ob ich das darf, schleiche ich mich an dem Bürovorsteher vorbei hin zu den Waschräumen. 'Zum Glück hat er mich gar icht bemerkt', denke ich, als es laut und vernehmlich aus dem Büro tönt: "Guten Tag und Auf Wiedersehen"! Wie peinlich....


Oberhab des Schopketals, auf dem Weg nach Lämershagen, hat man einen herrlichen Blick zurück auf Oerlinghausen.



Als ich dann bei Deppe bin, mache ich Schluss. Ich könnte noch weiterlaufen, aber ich möchte nicht wieder den Kopf unter dem Arm haben, wie letztes Mal.


Glückselig und voller schöner Waldeindrücke steige ich in das geliebte Auto meines ebenso geliebten Mannes!

Sonntag, 29. März 2009

19. April 2009 - Johannisberg

Es wird ernst! Nächste Woche ist das große Ereignis.

Ich kann leider an diesem "kurz und intensiv" Training nicht teilnehmen, laufe aber dafür am Nachmittag mit meiner besseren Hälfte 10,6 km auf dem Hermannsweg von Borgholzhausen nach Dissen.


Langsam bekomme ich doch etwas kalte Füsse ob meines Mutes. Daraufhin rufe ich erst einmal meinen lieben ehemaligen Arbeitskollegen Hendrik an, der den Hermannslauf schon oft mitgemacht hat.

Und: Er zerstreut tatsächlich all meine Bedenken und macht mir Mut, die Sache anzugehen...

Na dann, um es mit einem berühmten Fussballer zu sagen: Schaun' wir mal :-).

Eins habe ich allerdings für mich beschlossen: Wenn es regnet, bleibe ich zu Hause, koche mir einen schönen Tee und begebe mich mit der Lektüre "Tödlicher Hermannslauf" auf's Sofa!

Samstag, 28. März 2009

25. März 2009 - Abholen der Startunterlagen


Es wird ernst! Um 14 Uhr ist Treffen im Gymnasium "Am Waldhof" zum Abholen der Startunterlagen.
Als erstes treffe ich gleich Virpi und Inge, die mir beide Glück wünschen! Das kann ich gut getrauchen.

Wir Walker bekommen unsere Unterlagen oben in der 2. Etage.


Hier ist mächtig 'was los! Wer noch ein paar neue Schuhe braucht, um morgen auch richtig chic zu sein, kann sich hier noch eindecken. Oder ein Shirt? Oder ein Power-Riegel? Oder...


Na dann kann's ja losgehen!




Der Hermann und sein Untertan :-)

Donnerstag, 26. März 2009

Der Hermannslauf

26. April 2009

Es ist 7 Uhr morgens. Der Hermann schläft noch...

... und beachtet mich überhaupt nicht mit meinen großen Vorsätzen. Dreht sich noch nicht mal um nach mir...

Mein lieber Matthias ist über seinen Schatten gesprungen, mitten in der Nacht mit mir aufgestanden und hat mich hier nun abgeladen.

Ich präpariere mich für die 31,1 km und marschiere mit meiner Startnummer 8280 guten Mutes los. Das Wetter ist herrlich - morgentlich frisch, die Sonne scheint schon etwas. Die Vögel zwischern fröhlich ihr Lied... Das muss ja 'was werden heute!

Während ich dann auf dem Weg bin, kommen wohl auch schon die ersten Busse und laden ihre Fracht ab.

Ein Hermann-Nachfahre scheint auch dabei zu sein ....


Dieses Mal verpasse ich den richtigen Weg nicht, denn alles ist wunderbar mit "Hermannslauf"-Schildern ausgeschildert. Ich weiß jetzt auch, wo letztes Mal mein Fehler gelegen hat: Nach einigen Kilometern geht der Hermannsweg rechts ab und über eine Straße. Da hätte ich gerardeaus laufen müssen. Heute ist das kein Problem.

Von hinten rollt auch noch ein Fahrzeug heran, und bei allen kritischen Abzweigungen bringen die Helfer rot-weiße Bändchen an.

Die erste Verpflegungsstation ist am Truppenübungsplatz in Augustdorf. Sie wird allerdings gerade erst aufgebaut. Aber ich habe eh genug zu Trinken mitgenommen. 2 Flaschen à 750 ml - das war zuviel, wie sich im Nachhinein herausstellt. Aber der Gedanke, mir könnte das Wasser ausgehen, ist so ziemlich der Schlimmste, und so habe ich lieber reichlich dabei.

Der Tönsberg ist heute auch gar nicht so steil - alles perfekt.

Das Beste, was den Veranstaltern eingefallen ist, sind überhaupt die Kilometerangaben, die immer nach einem Kilometer angebracht sind. Bis zum Lokal Eiserner Anton wird die Strecke angegeben, die man schon hinter sich gebracht hat und ab dem Eisernen Anton die Strecke, die man noch zu bewältigen hat.

Das ist richtig klasse, so weiß man immer, wo man steht (bzw. läuft). Dass die Schilder zur Grillparty einladen und mit den leckersten Würsten versehen sind, ist natürlich ganz geschickt....

Im Schopketal sind dann auch schon die ersten "Zaungäste" und spenden Beifall.
Das zieht sich so durch bis zur Sparrenburg. Die Leute kommen mit Klapphocker, Kühltasche, Fernglas und 'was sonst noch. Und: jedes "prima", "klasse", "nur weiter so!", "gut gemacht", "bald ist's geschafft!" tut natürlich gut!

An der Habichtshöhe steht mein Mann - natürlich auch voll Bewunderung. Daher gibt es ab jetzt einige Photos von dem Spektakel.


Die letze Etappe von der Habichtshöhe bis zur Sparrenburg ist nun wirklich ein richtiges Vergnügen. Leute überall, Beifall, aufmunternde Sprüche - herrlich.

Kurz vor der "Schönen Aussicht" müssen die Menschenmassen nun durch Absprerrgitter beiseite gehalten werden.




Und dann ist es geschafft!!!!

Ich habe meinen ersten Hermmanns-Walk erfolgreich hinter mich gebracht!


Ich bekomme eine Medaille umgehängt, auf der das Jahr verewigt ist.
Das ist günstig, denn für Jahreszahlen habe ich überhaupt kein Gedächtnis.


Meine Zeit: 5 Stunden und 30 Minuten.

Virpi ist inwzischen auch schon eingetroffen. Sie hatte mich kurz vor der Habichtshöhe überholt. Die Truppe ist gegen 8 Uhr gestartet. Die Wiedersehensfreude ist groß, vor allem bei mir, weil ich bis zum Schluss eigentlich nicht genau wusste, ob ich den Lauf wirklich mitmachen sollte.




Das war's - 4 Monate Vorbereitung, teilweise unter sehr widrigen Bedingungen, haben sich echt gehlohnt. Und dieser Tag entschädigt für alles!

Na dann: Bye bye Herman - see you next year!