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Mittwoch, 11. März 2009

Jordanien mit dem Bielefelder Einzelhandel

6. bis 13. Februar 2009
An meinem 50. Geburtstag geht es los! Mit dem ICE über Köln-Deutz nach Frankfurt Flughafen. Abfahrt Bielefeld Hbf., Gleis 4 um 9 Uhr 22. Ein erwartungsfrohes Trüppchen hat sich auf dem Bahnhof versammelt, und so geht es munter Richtung Nahen Osten.

Das Haschemitische Königreich Jordanien liegt in Vorderasien und umfasst eine Fläche von 89.300 Quadratkilometern mit ca. 5,2 Millionen Einwohnern (2009). Als es sich im Jahre 1946 für unabhängig erklärte, hatte es nur knapp 400.000 Einwohner.



Jordanien hat gemeinsame Grenzen mit:
Irak (181 km)
Israel (238 km)
Saudi-Arabien (728 km)
Syrien (375 km)
West-Bank (97 km)

Die Währung ist Dinar (JOD) Anfang Februar 2009 galt folgende Umrechnung: Für einen jordanischen Dinar gab es am Flughafen Amman 0,85 Euro und in einer Wechselstube in Amman selber 0,91 Euro.


Das jordanische Nationalsymbol ist die schwarze Iris. Sie ist auch auf dem 50-Dinar-Schein abgebildet. Die Beduinen bedienen sich dieser Pflanze seit Jahrhunderten für medizinische Zwecke, z.B. zur Bekämpfung von Leukämie. Erste Laborversuche haben eine heilende Wirkung bestätigt.

Autokennzeichen:
Weiß = Privatauto
Gelb-weiß-Gelb = Mietauto
Grün-weiß = Öffentliches Fahrzeug (Bus, Taxi etc.)
Rot-weiß = Botschaftsfahrzeug



Dienstag, 10. März 2009

Amman

Blick auf Amman

Typische Bauart der Häuser


Mitten in der Stadt befindet sich das Amphitheater


Amman bei Nacht

Große Kaufhäuser wie in westlichen Hauptstädten sucht man
vergebens. Die vielen kleinen boutiqueartigen Läden
machen den Charme der Stadt aus.
Und wenn dann noch die Stimme der Muezzine
aus den verschiedenen Moscheen gleichzeitig über allem
ertönt - das ist schon etwas Besonderes!

In einer Teestube

Diese nette junge Dame begrüßte uns auf Deutsch....

4:45 Uhr - Der Muezzin ruft
(und dieser in der Moschee genau gegenüber
unseres Hotels hatte eine ausgesprochen schöne Stimme)

Montag, 9. März 2009

Durch die Wüste




Jordanien war von je her ein Durchgangsland.
Die Weihrauchstraße - die heutige Königsstraße - führt 3000 km durch die Wüste.
Von Sana über Petra, Amman durch die Türkei und Griechenland bis nach Rom.

Wüstenschlösser



Diese Lehmstatuen sind 8000-9000 Jahre alt.
Sie stellen weibeliche Idole, Fruchtbarkeitsgöttinnen dar.


Sonntag, 8. März 2009

Gadara - Umm Qais

Die antike Stadt Gadara und die Orschaft Umm Qais
- im äußersten Nordwesten Jordaniens.


Dien Grenze zu Israel und Syrien ist zum Greifen nah.
Die Golanhöhen und deer See Genezareth im Hintergrund.


Die Grenze befindet sich am Fuße der Golanhöhen.
Das Gebiet ist allerdings an Israel auf 99 Jahre verpacktet,
das Israel dort Krokodilfarmen betreibt.



Alte Römerstraße


Korinthische Basaltsäulen -
ein Oktogonal, das ein ehemaliges Kirchenschiff
einer byzantischen Kirche markiert.



Das Besondere an dem Amphietheater ist der schwarze Basaltstein

Am Toten Meer


Aman Beach Tourism Resort


Das Wasser trägt tatsächlich,
wer nicht aufpasst, kippt hinten über


(durch den hohen Salzgehalt des Wassers sollten
Lippen und Augen nicht mit ihm in Berührung kommen
- es brennt furchtbar)


Die beste Kur ist: 15 Minuten baden, dann eine Pause (mit Schlammpackung) und dann nochmals 15 Minuten baden.

Das verjüngt die haut .....

wunderschöne Salzkristalle
sind am Meeressaum





.... zusammen mit dem Schlamm um 7 Jahre -
wurde uns jedenfalls versprochen :-)!











Samstag, 7. März 2009

Qualaat-ar-Rabad

Qualaat-ar-Rabad bei Ajlun

Jordaniens einzige mittelalterliche Burg,
die von Arabern errichtet wurde.

Sie diente dem Schutz der Mekkapilger.

Der Bauherr war ein Verwandter Saladins





Blick auf das fruchtbare Jordantal
-
grün ist es nur am Jordan entlang


Freitag, 6. März 2009

Der Fluss Yarmuk


Der Fluss "Yarmuk" - Ein Nebenfluss des Jordans


Bekannt geworden ist der Fluss durch die "Schlacht am Yarmuk", im August 636. Es handelte sich um eine bedeutende Schlacht zwischen der muslimischen arabischen Armee und den Armeen des oströmischen byzantinischen Kaiserreichs.

Die Schlacht bestand aus mehreren Gefechten, die insgesamt 6 Tage dauerten, und fand in der Nähe des Flusses Yarmuk statt, entlang der heutigen syrisch-jordanischen Grenze, süd-östlich des Sees Genezareth. Die Muslime gewannen die Schlacht haushoch, und damit war auch die byzantinische Herrschaft in diesem Gebiet für immer zu Ende.

Die Schlacht am Yarmuk gehört zu den ersten größeren islamischen Eroberungswellen nach dem Tod des Propheten Mohammed und ist ein Vorbote für das schnelle Fortschreiten des Islam in das christliche Vorderasien.

Um die an die Muslime verlorenen Gebiete wiederzuerobern, schickte der Herrscher Heraklius im Mai 636 seine Truppen nach Vorderasien. Als sich die byzantinische Armee näherte, zogen sich die Muslime aus Syrien zurück und formierten Ihre Truppen in der Yarmuk Ebene neu. Mit Hilfe arabischer Unterstützung konnten sie somit die zahlenmäßig überlegene byzantinische Armee schlagen.

Donnerstag, 5. März 2009

Ruinenstadt Pella

Blick auf die Ruinenstadt PELLA (heute Tabaqat Fahil), ca. 100 km nordwestlich von Amman, in den Ausläufern der östlichen Schleife des Jordantals gelegen. Pella gehörten zu den 10 Städten der Dekapolis. Es wird vermutet, dass die folgenden Städte zur Dekapolis gehörten: Hippos, Gadara, Pella, Philadelphia, Gerasa, Dion, Canatha, Damaskus, Raphana und Scythopolis. Diese Städte befanden sich - bis auf Scythopolis - alle östlich des Jordan. Nach der Eroberung Palästinas durch die Römer hat man diese Städte wieder aufgebaut. Faszinierend sind hier die Artefakte und Ruinen, die Zeugnis sind für die unterschiedlichen Gruppen, die sich in den letzten 8000 Jahren hier angesiedelt haben, besiegt wurden und das Gebiet erneut besiedelten.

Und was isst man in solch geschichtsträchtiger Gegend? Natürlich den Petrus-Fisch....

zumindest einmal :-)

Mittwoch, 4. März 2009

Jerash - früher: Gerasa



Jerash, ungefähr 48 km im Norden von Amman, gilt weltweit als einer der größten und besterhaltendsten Orte römischer Architektur außerhalb Italiens.


Seine Kolonnaden, Bäder, Theater, Plätze und Bögen sind bis heute in einem außergewöhnlichen Zustand.

Beeindruckend ist hier zu sehen, wie die Römer es verstanden, die Säulen so zu bauen, dass sie Erdbeben stand hielten. Legt man einen Löffel zwischen diese riesige Säule und ihr Fundament und stößt dann kräftig gegen die Säule, übernimmt der Löffel die übertragenen Schwingungen und bewegt sich auf und ab. Die Römer wussten also damals schon, wie man möglichst erdbebensicher baut.

Innerhalb der übrig gebliebenen Stadtmauern haben Archäologen die Ruinen von Siedlungen gefunden, die bis in das Neolithische Zeitalter zurückdatieren. Das bedeutet, dass es vor 6.500 Jahren bereits Besiedlungen dieses Gebietes gegeben hat. Zu verdanken ist das sicherlich der Tatsache, dass das Gebiet ideal für menschliche Wohnstätten geeignet ist. Jerash verfügt das ganze Jahr hindurch über ausreichend Wasser. Und da es auf einer Höhe von 500 m liegt, herrscht ein gemäßigtes Klima, und es besteht eine hervorragende Sicht über die weiter untern gelegenen Gebiete.


Die Geschichte von Jerash ist ein Spiegelbild der Vermischung der griechisch-römischen Welt des Mittelmeers mit den alten Traditionen der arabischen Orients wieder.
Schon der Name ist ein Abbild dieses Zusammenspiels: Die ersten arabischen oder semitischen Bewohner nannten ihre Stadt Garshu. Die Römer hellenisierten diesen Begriff später zu Gerasa und am Ende des 19. Jh. benannten die arabischen und tscherkessischen Einwohner die schmale ländliche Siedlung in das arabische Jerash um.

Das goldene Zeitalter

Zu Zeiten Alexander des Großen im 4. Jh. v. Chr. entwickelte sich Jerash allmählich zu einer größeren Stadt. Seine Blütezeit hatte es allerdings unter den Römern. Kurz nachdem Rom die Kontrolle über Syrien übernommen hatte, gehörte Jerash zu einer der großen Städte der Dekapolis-Liga war, ein blühendner Zusammenschluss v zehn römischen Städten, die ein mächtiges politisches, kommerzielles und kulturelles Interessen verband. Das brachte Jerash große wirtschaftliche Vorteile, und der Handel mit dem Königreich der Nabatäer in Petra florierte.

Im Jahre 106 v. Chr. annektierte der Kaiser Trajan das wohlhabende Königreich der Nabatäer und gründete die Provinz Arabien. Das bedeutete noch größeren Reichtum für die Stadt Jerash. Der Handel blühte und die Bautätigkeit nahm immer weiter zu. Aus Ägypten wurde Granit geholt und die alten Tempel wurden nach neuester architektonischer Mode neu aufgebaut.

Das Nymphäum

Der Besuch des Kaisers Hadrian 129 v.Chr. brachte einen weiteren Aufschwung für die Stadt. Zu Ehren ihres Gastes errichteten die Bürger einen monumentalen Triumphbogen am südlichen Ende der Stadt.

Der Artemis Tempel

Das Herz des Artemis Tempels

Jerash' Blüte erreichte seinen Höhepunkt zu Beginn des dritten Jahrhunderts, als ihm der Rank einer römischen Kolonie zuteilwurde. Schätzungen zufolge belief sich die Einwohnerzahl während dieses "goldenen Zeitalters" auf ca. 20.000 Menschen. Die heute noch erhaltene alte Stadt war administratives, bürgerliches, kommerzielles und kulturelles Zentrum, wobei die Mehrheit der Bürger der Stadt auf der östlichen Seite des Wadi Jerash lebte.

Im Laufe des 3. Jh. wurden die wichtigsten Handelsrouten von der Seefahrt übernommen. Jerash verfiel, da die Handelsrouten, die früher für Wohlstand gesorgt hatten, nicht mehr genutzt wurden.

Mitte des 5. Jh. wurde das Christentum zur Hauptreligion in diesem Gebiet. In Jerash wurden zahlreiche Kirchen errichtet, viele von ihnen mit Steien aus den heidnischen Tempeln. Einige Überreste sind heute noch zu sehen.


Ein weiterer schwerer Schlag für Jerash war die persische Invasion im Jahre 614 v.Chr. sowie die muslimische Eroberung im Jahre 636 v. Chr. Mehrere Erdbeben richteten dann im Jahre 749 v.Chr. beträchtlichen Schaden an und beschleunigten den Verfall der Stadt. Ihre Bevölkerung sank unter 4.000 Menschen.
Die Kreuzritter beschrieben Jerash als eine unbewohnte Stadt. Sie blieb verlassen bis zu ihrer Wiederentdeckung im Jahre 1806, als der Deutsche Ulrich Japser Seetzen kam und einige der Ruinen wiedererkannte. Die antike Stadt war unter Sand verschüttet. Dieser Tatsache verdankt sie es, dass sie so gut erhalten ist. 1925 fing man nach und nach an, die Stadt auszugraben, was bis zum heutigen Tage andauert.



Das westliche Propyläum, welches zu den bedeutendsten architektonischen Überresten des alten Gerasa gehört, wurde - wie Inschriften belegen - im Jahre 150 v. Chr. eingeweiht. Zu der Zeit war Lucius Attidius Cornelianus römischer Stathalter in Syrien, zur Regierungszeit von Antonius Pius.

Im Rahmen einer anglo-amerikanischen Expedition in Jerash wurde das Monument von 1928 bis 1931 restauriert. Wie zu Beginn der archäologischen Restaurierungen im frühen XIX. Jh. in Rom üblich, wurden die fehlenden Teile durch neue, die eine vereinfachte Form hatten, ersetzt. Im Jahre 1962 nahm das jordanische Amt für Antike die Restaurierungen wieder auf und richtete eine große Anzahl umgefallener Säulen entlang der Hauptkolonnaden wieder auf.

Impressionen aus Jordanien


Diese Flaschen sind nicht etwas bemalt, nein: Es ist Sand, aufgeschichteter farbiger Sand, der diese kleinen Kunstwerke entstehen lässt.








Ein Pfefferbaum